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HTML 4.01-Spezifikation

Deutsche Übersetzung

Diese Version:
http://www.edition-w3.de/TR/1999/REC-html401-19991224
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Übersetzer:
Christine Kühnel (Übersetzung, fachliche Kommentierung) <kuehnel@screenexa.net>
Stefan Mintert (Fachlektorat und fachliche Kommentierung) <www.mintert.com/stefan/mail/>
Stefan Schumacher (Übersetzung, fachliche Kommentierung) <sts@schumacher-netz.de>

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Folgende Teile liegen noch in Englisch vor und müssen noch in deutscher Fassung generiert werden: (a) Gesamtinhaltsverzeichnis (b) Index


19 SGML-Referenzinformationen für HTML

Inhaltsverzeichnis

Die folgenden Abschnitte enthalten die formale SGML-Definition von HTML 4. Dazu gehören die SGML-Deklaration, die Documenttyp-Definition (DTD), die Zeichen-Entity-Referenzen, sowie ein Beispiel für einen SGML-Katalog.

Diese Dateien stehen auch im ASCII-Format zur Verfügung:

Default DTD:
strict.dtd
Transitional DTD:
loose.dtd
Frameset DTD:
frameset.dtd
SGML-Deklaration:
HTML4.decl
Dateien mit Entity-Definitionen:
HTMLspecial.ent
HTMLsymbol.ent
HTMLlat1.ent
Beispielkatalog:
HTML4.cat

19.1 Dokumentvalidierung

Viele Autoren verlassen sich darauf, ihre Dokumente mit einer kleinen Menge von Browsern zu testen. Die Annahme ist, dass die Dokumente gültig sind, falls die Browser sie darstellen können. Bedauerlicherweise ist das eine sehr unzulängliche Art die Gültigkeit eines Dokuments präzise zu überprüfen. Der Grund ist der, dass die Browser so entworfen wurden, dass sie mit ungültigen Dokumenten umgehen können. Sie versuchen die Dokumente so gut wie möglich anzuzeigen, um frustrierte Benutzer zu vermeiden.

Zur besseren Validierung sollten Sie ihre Dokumente mit einem SGML-Parser wie nsgmls (siehe [SP]) prüfen, um sicherzustellen, dass Ihre HTML-Dokumente konform zur HTML 4-DTD sind. Falls die Dokumenttyp-Deklaration ihres Dokuments einen URI enthält und Ihr SGML-Parser diese Art von Systembezeichner unterstützt, dann wird er die DTD über das Netz laden. Andernfalls können Sie folgenden SGML-Katalog verwenden. Er nimmt an, dass die DTD unter dem Namen »strict.dtd« gespeichert ist und dass sich die Entities in den Dateien »HTMLlat1.ent«, »HTMLsymbol.ent« und »HTMLspecial.ent« befinden. Stellen Sie in jedem Fall sicher, dass Ihr SGML-Parser in der Lage ist Zeichen gemäß [ISO10646] zu handhaben. Für Details beachten Sie die Dokumentation ihres Validierungswerkzeugs.

Anmerkung der Übersetzer:

Für die Prüfung einer großen Zahl von HTML-Dokumenten empfiehlt es sich, einen Parser wie den erwähnten nsgmls lokal zu installieren. Für einzelne Seiten ist der Service des W3C besser geeignet: Unter validator.w3.org können Sie Ihre Dokumente online prüfen – nicht nur auf Konformität bezüglich HTML, sondern auch bezüglich XHTML, CSS und anderen W3C-Empfehlungen.

Beachten Sie bitte auch, dass eine solche Validierung, obwohl nützlich und dringend empfohlen, keine Garantie dafür darstellt, dass ein Dokument konform zur HTML 4-Spezifikation ist. Dies liegt daran, dass sich ein SGML-Parser einzig und allein auf die vorgegebene SGML-DTD verlässt, die nicht alle Aspekte eines gültigen HTML 4-Dokuments ausdrückt. Ein SGML-Parser sichert insbesondere ab, dass die Syntax, die Struktur, die Liste der Elemente und deren Attribute gültig sind. Er kann aber beispielsweise keine Fehler abfangen, wie die Zuweisung des width-Attributs eines IMG-Elements auf einen ungültigen Wert (zum Beispiel »bla« oder »12,5«). Obwohl die Spezifikation den Wert dieses Attributs auf eine ganze Zahl beschränkt, die eine Länge in Pixeln darstellt, legt die DTD diesen Wert lediglich auf CDATA fest, was praktisch jeden beliebigen Wert zulässt. Nur ein spezialisiertes Programm kann die HTML 4-Spezifikation vollständig erfassen.

Anmerkung der Übersetzer:

Mittlerweile gibt es neben den DTDs die so genannten XML-Schemata. Sie erlauben zusätzlich zu den Möglichkeiten, die DTDs eröffnen, auch die Definition von Datentypen für Elementinhalt und Attributwerte. Für XHTML gibt es bereits ein Schema und ein schemafähiger Parser kann damit die Gültigkeit eines XHTML-Dokuments noch besser prüfen als oben beschrieben.

Nichtsdestotrotz ist diese Art der Validierung sehr empfohlen. Sie kann eine große Zahl von Fehlern finden, die Dokumente ungültig machen.

19.2 Beispiel für einen SGML-Katalog

Dieser Katalog enthält die override-Anweisung, um sicherzustellen, dass verarbeitende Software wie etwa nsgmls einen Public Identifier einem System Identifier vorzieht. Das bedeutet, dass Benutzer nicht mit dem Web verbunden sein müssen, wenn sie URI-basierte System Identifier verwenden.

OVERRIDE YES

PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN" strict.dtd
PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" loose.dtd
PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Frameset//EN" frameset.dtd
PUBLIC "-//W3C//ENTITIES Latin1//EN//HTML" HTMLlat1.ent
PUBLIC "-//W3C//ENTITIES Special//EN//HTML" HTMLspecial.ent
PUBLIC "-//W3C//ENTITIES Symbols//EN//HTML" HTMLsymbol.ent